5 Geheimtipps rund um den Chiemsee — die die meisten Gäste verpassen
Ausflugstipps
4. June 2026

5 Geheimtipps rund um den Chiemsee — die die meisten Gäste verpassen

Vom Hotel San Gabriele aus in 20 Minuten am Wasser

Der Chiemsee braucht keine Werbung. Das „Bayerische Meer" kennt jeder, Schloss Herrenchiemsee sowieso. Aber wer einmal hier ist — vielleicht zum ersten Mal, vielleicht zum zehnten — merkt schnell: Die schönsten Momente passieren nicht dort, wo alle hinschauen. Sie passieren in einer stillen Bucht, vor einem 1200 Jahre alten Klostertor, beim ersten Bissen frisch geräucherter Renke direkt vom Fischer.

Hier sind unsere fünf liebsten Orte und Momente rund um den See — die meisten Gäste aus Rosenheim fahren an ihnen vorbei.

1. Die Fraueninsel — aber zur richtigen Stunde

Die Fraueninsel kennen viele. Aber die meisten kommen mittags, wenn die Tagesausflügler von der Herreninsel übersetzen und die kleinen Gasthausgärten voll sind. Das Geheimnis liegt im Timing. Wer mit dem ersten Schiff morgens übersetzt — oder abends, wenn die letzten Boote Richtung Festland fahren — erlebt eine völlig andere Insel. Die Gassen sind leer. Man hört das Wasser. Der Campanile, dieser freistehende weiße Glockenturm, leuchtet im Abendlicht fast unwirklich.

Das Benediktinerinnenkloster Frauenwörth wurde bereits im 8. Jahrhundert gegründet und ist eines der ältesten Klöster Deutschlands — und wer sich die Zeit nimmt, durch den Kräutergarten zu schlendern, versteht, warum manche diesen kleinen Ort als Kraftort beschreiben. Ein Pflichtprogramm: der Klosterladen. Das hausgemachte Marzipan und der Kräuterlikör der Schwestern sind keine Touristenware — sie sind eine ehrliche, seit Generationen gepflegte Tradition.

Unser Tipp: Letztes Schiff zurück nehmen. Der Chiemsee im Abendlicht ist ein Bild, das bleibt.

2. Frisch geräucherte Renke — direkt vom Chiemseefischer

Wer am Chiemsee noch nie eine Renke gegessen hat, hat den See nicht wirklich kennengelernt. Der Felchen — auch Renke genannt — ist der Fisch des Chiemsees, mild, zart, unverwechselbar im Geschmack. Und am besten schmeckt er frisch geräuchert, noch warm, direkt beim Fischer.

Auf der Fraueninsel bieten mehrere der noch aktiven Fischerfamilien ihre Fänge an kleinen Ständen und in Gartenwirtschaften an. Sechs Familien leben hier heute noch vom Fischfang — ein Handwerk, das am Chiemsee Jahrhunderte zurückreicht. Eine geräucherte Renke, ein Stück Brot, ein Blick auf den See: das ist Chiemgau, ohne Umwege.

Unser Tipp: Einfach fragen, was frisch ist. Die Fischerinnen und Fischer freuen sich über jeden Gast, der wirklich Interesse zeigt.

3. Kloster Seeon — der stille Bruder des Chiemsees

Die meisten Gäste kennen den Chiemsee. Nur wenige kennen den Seeoner See, keine zwanzig Autominuten entfernt. Auf einer kleinen Halbinsel in diesem stillen Gewässer liegt das ehemalige Benediktinerkloster Seeon — eine Anlage aus dem 11. Jahrhundert, die heute als Kultur- und Bildungszentrum genutzt wird.

Das Besondere an Seeon ist die Atmosphäre. Keine Menschenmassen. Kein Lärm. Die Kreuzgänge, die Klosterkirche, das Spiegelbild der alten Mauern im Wasser — hier versteht man intuitiv, was Stille bedeutet. Für alle, die mediterranes Wohlbefinden nicht nur im Urlaub, sondern auch auf Ausflügen suchen, ist Seeon eine kleine Offenbarung.

Unser Tipp: Im Sommer finden regelmäßig Konzerte und Kulturveranstaltungen im Klosterhof statt. Die Atmosphäre bei Abendveranstaltungen ist unvergesslich.

4. Die Hochplatte bei Marquartstein — Panorama ohne Gedränge

Wer von San Gabriele aus in die Berge schaut, sieht die Chiemgauer Alpen fast zum Greifen nah. Für alle, die einen Gipfel wollen — aber nicht die Schlangen der bekannten Bayerischen Aussichtspunkte — lohnt sich die Hochplatte bei Marquartstein.

Der Aufstieg ist für geübte Wanderer gut zu bewältigen, der Weg gut markiert. Und das Panorama oben belohnt jeden Schritt: der Chiemsee in der Tiefe, die Alpen ringsherum, an klaren Tagen bis weit nach Österreich. Auf halber Strecke wartet die Staffn-Alm mit einer Brotzeit, wie sie sein sollte.

Der Vorteil gegenüber bekannteren Gipfeln: Man ist hier selten nicht allein — aber man ist nie gedrängt.

Unser Tipp: Früh starten. Nicht nur wegen der Mittagshitze — der Chiemsee spiegelt morgens das Licht ganz anders.

5. Das stille Ufer bei Übersee

Der Chiemsee hat eine lange Uferstraße, viele Badeplätze, Campingplätze, Bootsverleihe. Und er hat — wenn man sucht — auch seine stillen Winkel.

Der kleine Uferabschnitt bei Übersee ist so einer. Abseits der großen Strände, wenig bekannt, ohne Kiosk und ohne Liegestuhlverleih. Ein Ort zum Ankommen. Füße ins Wasser, Blick auf die Fraueninsel, keine Lautsprecher. Wer von einer Woche Stadt oder Büro erholt werden möchte, findet hier in einer halben Stunde mehr Ruhe als mancher in einem ganzen Wochenende.

Unser Tipp: Picknick mitbringen. Den Wein habt ihr ja schon bei uns getrunken.

Alle diese Orte erreicht ihr von San Gabriele in Rosenheim in 20 bis 35 Minuten — gerne geben wir euch beim Check-in konkrete Wegbeschreibungen und unsere persönlichen Empfehlungen mit auf den Weg.

Bild von 🌼Christel🌼Pixabay

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Frühstück
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Restaurant Il Convento
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Abend 17:00 – 23:00 Uhr
Täglich geöffnet
Lage & Anreise
Mitten in Rosenheim — 25 Min. zu Fuß ins Zentrum, direkte Anbindung an die Autobahn A8.
Zwischen München und Salzburg — nur 20 Autominuten zum Chiemsee.
Haustiere willkommen
Aufpreis pro Nacht € 20,–
Hunde und andere Haustiere herzlich willkommen